Marjana Scheriau †

1947 in Karlsruhe geboren;
1968-73 Studium der Freien Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Hann Trier;
ab 1982 freischaffende Bildende Künstlerin und
Kulturpädagogin;
ab 1985 Atelier und Galerie im alten Bahnhof Herbede,

1999
Heirat mit dem französischen Künstler Alain Tugault (Fotograf) und Aufbau eines Ateliers
in Les Ateliers de Campeaux, Frankreich. Alain Tugault starb im April 2004.

- über 100 Ausstellungen im In- und Ausland. - Förderungen durch Stadt Witten, Goethe-Institut Moskau, Stadt Lünen, Hans-Böckler-Stiftung; - Ankäufe durch Stadt Witten, Stadt Lünen, Artothek der Stadt Holzminden, Land Baden-Württemberg, Stadt Dortmund, Bundesanstalt für Arbeitsschutz, Deutscher Gewerkschaftsbund, Märkisches Museum Witten

Seit der Aufnahme ihrer künstlerischen Arbeit hat sie eine Reihe von Schaffensperioden durchlebt. Durch großzügige Pinselführung den Bildgegenstand eher als Vorwand für Farbgestaltungen.

Der Bergbau beherrschte lange Zeit ihre Sujets. Die Faszination für die Welt der Bergleute wie auch die tiefe Achtung vor diesem noch heute gefährlichen Beruf entstand, da die Fördertürme der Bergwerke die Landschaft und das Leben dieser Region, in der sie nun seit 1973 lebt, stark prägten.

Nie ging es ihr, nicht um ein einfaches Abbild, sondern um die Darstellung tieferer Zusammenhänge.

Auf der Suche nach neuen Ausdruckswerten, erprobte und entwickelte Scheriau eine völlig neue Technik, die Siebdruck-Malerei. Die dem Druckverfahren inhärente Serialität wird aufgehoben, jedoch beeinflussen feinste Farbreste und Schablonen das jeweils folgende Bild. Es entstehen Serien von korrespondierenden Bildern, die jedoch ihre Eigenständigkeit, ihren Unikat-Charakter behalten.

Marjana Scheriau starb im Dezember 2008 nach langer und schwerer Krankheit.


Werke